Erdwärme: Projekt Hannover
Die Terra Invader 350-Anlage InnovaRig, die bereits bei einem Geothermie-Projekt in Bayern im Einsatz war, bewies ihre Leistungsfähigkeit bei dem Forschungsprojekt „GeneSys“ in Hannover erneut. Der erfolgreiche Abschluss erfolgte bei einer Endteufe von 3.902 Meter.
Ziel der Bohrarbeiten war allerdings nicht nur ein zügiges Erreichen der benötigten Bohrtiefe. Die Bohrarbeiten lieferten zusätzlich umfangreiche wissenschaftliche Erkenntnisse über die für das Norddeutsche Becken typischen Sedimentformationen. In das auf wissenschaftliches wie industrielles Bohren ausgelegte InnovaRig sind spezielle Mess- und Analyseeinrichtungen für solche Aufgaben bereits fest integriert. So können Bohrkerne entnommen werden, um den Sedimentaufbau bestimmen zu können. Im Bohrloch lassen sich zudem künstliche Erschütterungen erzeugen, um die Ausbreitung von Druck- und Schallwellen zu messen.
Zudem wird in Hannover weltweit zum ersten Mal ein Einbohrlochkonzept in der Praxis umgesetzt. Statt der üblichen Bohrlochdubletten erfolgen Entnahme des heißen und Rückführung des abgekühlten Wassers in verschiedenen Tiefen derselben Bohrung. Vorteil: die Bohrkosten werden halbiert.
Track Record
Projekt: „GeneSys“, Hannover, Deutschland
Maschinentyp: Terra Invader 350
Endtiefe Bohrung: 3.902 m
Bohrlochdurchmesser: 23’’ bis 8 ½’’
Geologie: Kreide, Jura, Tertiär
Verwendung: Geothermie
Auftraggeber: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)
Betreiber: H. Anger's Söhne Bohr- und Brunnenbaugesellschaft mbH
